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Lippia – langblühende, einjährige Pflanze

Die Lippia, lat. Verbena, blüht meistens nur während eines Sommers, aber dafür umso länger. Von Mai bis Oktober zeigt sie ihre schönen gewölbten Blütenstände und begeistert die Augen ihrer Betrachter mit ihren filigranen Blüten.

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Insgesamt gibt es aus der Gattung Eisenkrautgewächse, lat. Verbenaceae genannt, etwa 250 Pflanzen. Dazu gehört auch die Lippia, die im Volksmund auch als Eisenkraut, Katzenblutkraut, Wunschkraut und Taubenkraut bekannt ist. Sie ist eine Dauerblüher im Sommer, aber leider nicht winterhart. Ihre Blüten erstrahlen nicht nur in klassischem weiß, sondern auch in rosarot über hellviolett bis zu blau. Bereits in der Antike war sie bekannt und entwickelte eine Art Kultstatus, weil sie zu dieser Zeit als Heilpflanze galt. Diese Bedeutung hat die Lippia inzwischen verloren, weil die Schulmedizin ihre positiven Wirkungen nicht als erwiesen ansieht.

Lippia – pflanzen & pflegen

Obwohl die Lippia ihre Heimat zum Teil in Europa hat, aber auch in Süd- und Nordamerika wächst, ist sie keine winterharte Pflanze. Deswegen ist auch auf Spätfröste zu achten, weswegen das Eisenkraut nicht vor Mai in den Garten kommen sollte. Die Lippia gibt es nicht nur in aufrechter Wuchsform, sondern auch in hängender. Je nach Sorte wächst sie eher krautig oder als Strauch bzw. Halbstrauch. Bei Hobbygärtnern ist sie nicht nur wegen ihrer dekorativen Blüten beliebt, sondern ebenso wegen ihres intensiven, aber nicht aufdringlichen Dufts.

Aussaat – Februar bis März

aussaat Die Aussaat der Lippia gestaltet sich nicht gerade einfach, da sie zu den Kaltkeimern zählt. Trotzdem muss der erste Reiz durch Feuchtigkeit bereits im Februar oder März erfolgen. Genauere Informationen zur Aussaat gibt es unter dem Punkt „Vermehrung“.

Pflanzzeit – mitte Mai

pflanzzeit Erst Mitte oder Ende Mai, wenn die Zeit der Spätfröste definitiv vorbei ist, können die Lippia in den Garten.

Standort – vollsonnig und windgeschützt

standort Nachdem die Lippia ursprünglich aus den Regionen von Südamerika stammt, die sonnendurchflutet sind, benötigt sie in heimischen Gärten auch eine windgeschützte und vollsonnnige bis sonnige Lage. Der Boden, in dem die Lippia steht, muss durchlässig sein und darf auf keinen Fall zulassen, dass sich Staunässe bildet. Leichter Boden in Form von Sand gemischt mit Gartenkompost ist beispielsweise gut, weil die Verbene sich gerade in leicht sauerer Erde wohlfühlt.

Pflanzenabstand – abhängig von der Sorte

pflanzenabstand Generell ist es nicht möglich, eine Aussage zum Pflanzenabstand der Lippia zu treffen, denn dieser hängt stark von der verwendeten Sorte ab. Allerdings schadet es nicht, einen Abstand von 30 bis 40 Zentimetern zwischen den einzelnen Pflanzen zu haben.

Wuchshöhe – etwa 5 – 120 cm

wuchshoehe Die verschiedenen Sorten der Lippia wachsen alle sehr unterschiedlich. So liegt die durchschnittliche Wuchshöhe der Pflanze zwischen 5 und 120 Zentimetern. Es gibt auch einige Arten, die Höhen von 150 Zentimeter ohne Probleme erreichen können.

Duftzeit – Mai bis Oktober

duftzeit Bei der Lippia handelt es sich um sommerliche Dauerblüher. In der Zeit von Mai bis Oktober erstrahlen ihre Blüten in vollem Glanz. Während der ganzen Zeit verströmt sie einen angenehmen Duft, der allerdings nicht aufdringlich wirkt. Die Farbe der Blüten ist abhängig von der Sorte, kann aber nicht nur reinweiß, sondern auch hellila über rosarot bis blau sein.

Pflegeaufwand – sehr gering

pflegeaufwand Wer die Lippia als Pflanze im Fachhandel kauft, hat so gut wie keinen Aufwand mit ihr. Stimmt der Boden und der Standort, so muss sich der Gärtner während der ganzen Zeit nicht viel um sie kümmern. Lediglich gießen sollte er sie regelmäßig. Soll sie allerdings eine üppige Blütenpracht ausbringen, so empfiehlt sich eine 14-tägige Düngung. Eine organisch-mineralische Mischung oder ein Volldünger sollte es dabei sein, wenn sie im Beet steht. Wurde die Lippia in ein Pflanzgefäß gesetzt, reicht es aus, Flüssigdünger zu verabreichen, aber dann bitte einmal pro Woche.

Wasserbedarf – hoch

waesserung Die Verbena ist eine sehr durstige Pflanzenart, weshalb sie eine regelmäßige und ausreichende Wasserzufuhr benötigt, damit sie gut gedeihen kann. Gerade während der Vegetationsphase, die bei der Lippia ja wirklich lange anhält, benötigt sie eine reichliche Dosis Wasser am Tag und ausreichend Nährstoffe.

Lebensdauer – einjährig

lebensdauer Von den genetischen Analgen her, handelt es sich bei der Lippia um eine einjährige Zierpflanze. Sie übersteht in der Regel keine kühleren Temperaturen. Trotzdem kann es sein, dass der Gärtner es schaffen kann, sie zu einer erneuten Blüte im neuen Jahr zu bringen, wenn er sie gut vor Frost schützt.

Lippia überwintern

winterhart Eigentlich ist die Lippia ja nur eine einjährige Pflanze, aber wer es geschickt anstellt, kann sie trotzdem so über den Winter bringen, dass sie im nächsten Jahr noch einmal austreibt. Das Wichtigste dabei ist, die Verbena, nachdem sie verblüht ist, auf Bodennähe zurückzuschneiden. Danach gilt es sie mit einer dicken Schicht Reisig, Stroh oder Laub abzudecken. Während der Wintermonate die Lippia an frostfreien Tagen gelegentlich gießen, ansonsten trocknet sie vollständig aus und stirbt deswegen ab. Im Pflanzgefäß ist die Überwinterung ebenfalls möglich. Allerdings idealerweise nur an einem frostfreien und hellen Ort.

Vermehrung

Wer die Lippia ungehemmt in seinem Garten wachsen lassen möchte, kann die Vermehrung ruhig der Natur überlassen. Sie verteilt ihre Samen, die aus den für Lippenblütler typischen Klausenfrüchte stammen, im gesamten Bereich. Diese verteilen sich dann nicht nur mit dem Wind, sondern auch durch Tiere oder durch den Menschen. Sortenrein ist diese Art der Vermehrung allerdings nicht, denn welche Mutterpflanze sich hier durchsetzt bleibt eine Überraschung.
 
Natürlich lässt sich die Lippia auch gezielt vermehren, aber das ist auch wesentlich komplizierter und zeitaufwändiger. Ideal hierfür sind Samen aus dem Fachhandel, denn nur so kann sich der Pflanzenliebhaber sicher sein, dass er wirklich die Sorte heranzieht, die er gerne hätte. Das Eisenkraut zählt zu den Kaltkeimern, weshalb die Samen nicht selbstständig austreiben, wenn sie keinen Kältereiz bekommen. Deswegen ist der erste Schritt die Samen im Februar bis März auf einem feuchten und saugfähigen Papier auszubreiten. Dort sollten sie für zwei bis vier Wochen liegen, wobei das Papier nie austrocknen sollte. Geschieht dies in einem Raum, wo normale Zimmertemperatur (etwa 28 bis 22 Grad Celsius) herrscht, so sollte der Gärtner die Samen noch mit Folie abdecken. Danach gilt es das Papier zusammenzurollen und in den Kühlschrank zu legen. Bei einer Temperatur von 0 bis -4 Grad Celsius bekommen die Samen den Kältereiz, den sie benötigen, um zu keimen. Bitte unbedingt darauf achten, dass die Samen während dieser Zeit nicht austrocknen. Nach einer zeit von vier bis sechs Wochen zeigen sich die ersten Keimlinge. Diese gilt es dann in nährstoffarmes Anzuchtsubstrat zu setzen und an einen hellen Platz, wo die Temperaturen nicht über 12 Grad Celsius liegen, zu stellen. Fühlen sich die kleinen Lippias wohl, so zeigen sie in kurzer Zeit die ersten Blättchen. Bis Mitte Mai ist es dann soweit, die jungen Lippia haben genügend Wurzeln, damit sie sich in normalem Pflanzsubstrat halten können. Dabei bitte darauf achten, dass die Pflanzen sich schrittweise an die Temperaturen gewöhnen können, die draußen herrschen.

Dünger und Pflanzsubstrat

Nicht nur ein hoher Wasserbedarf, sondern ebenso ein großer Bedarf an Nährstoffen zeichnet die Lippia aus. Ihre volle Blütenpracht und Wuchskraft entfalten die Pflanzen nur dann, wenn sie reichlich Wasser und Nährstoffe erhalten. Deshalb ist es wichtig, sie mindestens einmal im Monat, besser noch alle 14 Tage mit Volldünger oder einer organisch-mineralischen Mischung zu versorgen. Steht die Lippia allerdings in einem Pflanzkübel, so muss der Gärtner ihr noch häufiger Nährstoffe zuführen. Es sollte dann wöchentlich etwas Flüssigdünger sein.
 
Staunässe verträgt die Lippia überhaupt nicht, weshalb sie in einem lockeren Pflanzsubstrat stehen sollte. Eine gewisse Feuchte sollte aber trotzdem immer vorhanden sein. Als ideal haben sich deshalb Substratmischungen erwiesen, beispielsweise aus Sand und Gartenkompost. Ebenso sollte die Erde schwach sauer sein, damit sich die Lippia wohl fühlt. Einheitserde eignet sich nur dann, wenn das Eisenkraut in einem Pflanzgefäß steht, denn dort erhält es ja sowieso mehr Dünger.